Sommer, Sonne, Freibad // Warum ich vorzeitig abgebrochen habe…

Endlich Sonne, endlich 30 Grad, endlich Zeit für das Freibad. Gemütliche Stunden mit meiner Familie und meinen Freunden, Zeit zum relaxen, Zeit für ein Eis.

 

So in etwa habe ich es mir es mir zumindest vorgestellt. Doch es kam etwas anders…

 

Ich leide derzeit, also bereits seit gut 2 Wochen, an meiner jährlichen Pollenallerige – die lieben Gräser blühen überall, sieht zwar nett aus, aber ich nieße und schnupfe ununterbrochen sobald ich an der frischen Luft bin. Da ich aber derzeit noch stille kann oder möchte ich nichts chemisches einnehmen. Somit habe ich mich die letzte 2 Wochen so gut es ging zu Hause verkrochen und keine langen Spaziergänge an der frischen Luft unternommen.

Doch nun war es Zeit und ich wollte endlich mal wieder raus – nein ich wollte nicht, ich MUSSTE.. den ich liebe die Sonne…und unsere kleine Kuschelmaus soll ja auch so viel frische Landluft abbekommen wie nur möglich.

Ich freute mich also bereits ab Montag wie ein kleines Kind auf den Samstag, da wir uns hier mit meiner Freundin und ihrer Tochter zum Freibad-Chillen verabredet haben. Früher hieß das immer chillen, die großen Kids im Wasser beobachten und den einen oder anderen Sommerspritzer genießen. Gut der fiel für Samstag sowieso noch flach, bin ja noch immer die Hauptnahrungsquelle für die Kuschelmaus, trotzdem konnte ich es kaum erwarten 🙂

Das einzige was mir hier noch etwas sorgen bereitete war das stillen in der Öffentlichkeit. Ich bin zwar schon viel lockerer als bei meinem Sunnyboy vor 10 Jahren, doch war mir bewusst das die Maus bei 30 Grad sehr oft durstig sein wird und ich im Freibad viel stillen muss. Also packte ich mir meinen leichten weißen Schlauchschal ein den ich bereits mehrmals als Stillschal benutzt habe.

Mit Kinderwagen, einer mega Ausstattung für die Kleine (Windeln, Wechselgewand, warmes Gewand falls doch plötzlich der Herbst ausbricht, Spielzeug, Schnuller etc) meinen Schlauchschal und 2 Sonnenschirmen maschierten wir also im Freibad ein. Es war natürlich viel los aber unser „Stammplatz“ war frei und wir machten uns dort breit.

Bereits beim ausbreiten und vorbereiten vielen wir mit unserer Maus natürlich auf – viele kennen uns dort natürlich (sind wir doch nur ein Kuhdorf) und viele begutachteten unsere kleine Maus mit ihren vielen und langen Haaren.

Die Kuschelmaus wurde sofort wach und fing etwas zu quengeln an, auf Grund der Uhrzeit wusste ich sofort das sie hungrig war. Die neue Umgebung und die vielen Leute waren wohl auch ungewohnt für sie und da hörte ich es schon das erste Kommentar von hinten:


„Puh das jetzt den ganzen Tag“

Ja, ne, ist klar. Im Freibad kann man nicht mit Kindergeschrei rechnen… hier sitzen ja alle Kinder, ob winzig oder groß, in einem Sesselkreis zusammen und schweigen sich an..


Nach dem stillen, das ich noch versuchte in meinem improvisierte Stillschal zu vollziehen, schlief sie ein und alles war gut. Ich fühlte mich aber leider nicht wirklich wohl… weder beim stillen, noch wenn die Kleine wach war.

Meine Allergie lies mich leider nicht in Ruhe und ich versuchte sie mit homöopathischen Mitteln unter Kontrolle zu  bringen doch die halfen mir nur bedingt. Dies zerrte natürlich zusätzlich an meinen Nerven da ich mich alle 30 Sekunden schnäuzen musste…

Nach ca 3 h und dem 4. oder 5. mal kurz stillen (sie wird bei der Hitze viel Durst gehabt haben, ist ja verständlich), dem 30. mal nießen und schnäuzen – kam das nächste, für mich hörbare, Kommentar, schön mit nettem schnippischen Unterton… bewusst für mich hörbar oder nicht kann ich natürlich nicht sagen:


„naja ist ja auch ganz schön heiß für so ein kleines Baby“

Ja, ne, ist klar. Ich soll mich also bis September nun mit meiner Maus in einer kühlen Höhle verstecken damit ihr ja nicht heiß ist.


 

Nicht jeder Mensch hat einen schattigen Garten zu Hause, was machen Menschen in Städten? Die werden sich auch in den Parks und Spielplätzen herum treiben da es in den Wohnungen zu heiß ist. Soll meine Maus nicht auch in den Genuss von frischer Luft kommen? Auch wenn sie dadurch vielleicht etwas mehr Durst hat? Oder nicht so schnell in den Schlaf findet?

 

Ob die Allergie schuld war oder nicht, ich gab nach dieser Meldung auf und bat meinen Mann nach Hause zu fahren. Ich fühlte mich die ganze Zeit von unseren Nachbarn beobachtet und konnte nicht entspannen… wollte ich doch nur ein paar gemütliche Stunden mit meiner Familie verbringen…

 

 

 

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