Hallo Kuschelmaus // unsere ersten gemeinsamen 3 Wochen, ups and downs!

Hallo ihr Lieben!

Am Anfang, wenn ein neues Leben geboren ist, sind wir alle neugierig. Wir, wir Frauen, stellen automatisch immer die selben Fragen:


„Und, sind die Nächte?“

„Wie geht es deinem Sunnyboy mit seinem Geschwisterchen?“

„Ist schon eine Umstellung, oder?“


Und ja, ich selbst stelle sie auch.. vergleiche meine Maus auch mit fremden Kindern, oder mit meinem Ersten. Aber natürlich ist jedes neue Glück für sich einzigartig und kein Baby gleicht dem anderen… Aber ganz ehrlich, also Hand aufs Herz, ich habe es mir leichter vorgestellt.. meine ersten Wochen mit unserer Kuschelmaus… mit „ups“ und „downs“.

 

// Woche 1

Da ist sie endlich, unser kleiner Schatz. So sicher war ich das ich über den errechneten Geburtstermin gehe, doch hat sie mich 6 Tage vorher schon überrascht.. wie eigentlich schon die ganze Schwangerschaft… Die ersten 2 Tage nach unserer Hausgeburt (einen Bericht dazu findest du hier: Hausgeburt Teil 3) war ich sehr erschöpft und müde und zu Hause gab sich der Besuch die (Haustür-)Klinke in die Hand. Wir kamen nicht wirklich dazu uns vernünftig zu erholen. Das stillen klappte auch noch nicht perfekt und alles tat noch weh, aber wir hielten tapfer durch. Nach 5-6 Tagen wurde es ruhiger und ich war auch wieder fit und wir konnten endlich anfangen in den Familienalltag zurück zu finden, den da war ja noch jemand der seinen Platz in der Familie verteidigte.

Die erste Woche war mein Großer doch etwas anders als sonst. Ich würde ihn nicht als Eifersüchtig einstufen, jedoch hat er seinen Platz verteidigt und wollte viel bei mir liegen und kuscheln. Natürlich ist es auch für einen 10 Jährigen schwierig wenn sich nach 10 Jahren-Einzelkind-Zeit plötzlich alles um ein kleines Baby dreht und der ganze Besuch nur wegen dem Baby kommt und er doch etwas in den Hintergrund rutscht. Manche haben aber beim besuchen doch auch an ihn gedacht und ihm auch eine Kleinigkeit mitgebracht, und er hatte mit seinen „Pringelsdosen“ Freude… „geht ja eh so leicht“ 😉

 

// Woche 2

Die erste Woche verging wie im Flug und schon war die Zweite da.. Wir wurden, auf Grund der Hausgeburt, die ersten Tage von einer Nachbetreuungs- bzw. Wochenbett-Hebamme betreut und sie hatte immer leichte bedenken da unsere Maus nicht sehr viel zu nahm. Sie nahm nach dem ersten Tag zwar immer zu, jedoch nur sehr wenig sodass meine Hebamme immer leichte Bedenken äußerte.

Das Stillen klappte schon besser und meine große Maus forderte mich diesbezüglich sehr – „große Kinder wollen gut gefüttert werden“ meinte schon meine Hausgeburtshebamme und ich merkte sie hatte recht. Und obwohl ich viel Milch habe und sie viel anlegte wurde sie am Tag 9 schon zu schwach zum trinken und wir entschieden, nach Rücksprache mit der Hebamme, das wir ins Krankenhaus fahren… Wir bekamen sie einfach schon fast nicht mehr wach und sie war nur noch am schlafen.

Im Krankenhaus stellen sie dann leider fest das ihr Blut schon zu dick ist und sie dadurch zu müde zum trinken ist – sie die Flüssigkeit jedoch braucht damit das Blut wieder dünner wird… blöder Kreislauf also…

Sie bekam für ca. 12 h eine Infusion und wir wurden dann noch einen guten Tag beobachtet wie sie sich ohne Infusion „macht“ – nach 2 Nächten durften wir das Krankenhaus also munter, und wieder etwas schwerer, verlassen..

Nun wird es also endlich „normal“…

 

Fotocredit: DDN

//Woche 3

… hoffte ich.. jedoch habe ich mir 2 Wochen nach der Geburt einfach zu viel zugemutet.. die ständige Sorgen um ihr Gewicht, auch das ich zu Hause zu nichts kam, da meine kleine Maus einfach ein Tragebaby ist, machte mir zu schaffen und führte dann zu einem schmerzhaften Milchstau und Brustentzündung und ich bekam sehr hohes Fieber.. Die nächsten 3 Tage musste mich also wieder mein Mann pflegen und wurde teilweise schon sehr nervös da ich teilweise 39,6 Grad Fieber bekam. Ich kam also nicht um ein Antibiotika herum und nahm zum Fiebersenken auch noch ein Schmerzmittel ein. Ich hasse Tabletten, vor allem jetzt beim stillen, doch man darf auch nicht mit seiner Gesundheit spielen. Mein Mann versuchte mit allen Tricks mein Fieber zu senken doch weder Essigwickler noch sonstiges half.

Die Hausärztin, die wir wegen dem Antibiotika anriefen, teilte meinem Mann auch noch mit das ich ab 39 Grad Fieber meine Kleine nicht mehr stillen dürfte, somit hatte ich wieder den Stress das Fieber zu senken.. doch ich bekam es nicht mehr hinunter.. Was also tun, dachte ich? Wenn ich nicht stille platzen meine Brüste bald, und ausstreichen und „melken“ half nur bedingt und würde meine Brust nicht komplett leeren.. also kontaktierte ich meine Hebammen und beide rieten mir sofort einfach weiter zu stillen und ja nicht aufzuhören den meiner Kleinen macht das Fieber überhaupt nichts – die Milch muss ja raus!!!!!

Nach 3 Tagen war der Stau in jeder Kammer weg und auch das Fieber war verschwunden und nach einem weitern Tag Schonung war ich wieder die Alte 😉

 

// Woche 4

Die Alte… das fiel auch meiner Hebamme auf. Endlich konnte ich die Mama sein die ich sein wollte.. wir hatten ja auch schon alles hinter uns 🙂 Unsere Maus bliebt aber ein Tragekind und ich konnte sie einfach zum schlafen nicht weg legen. Generell hielt sie zu dieser Zeit von schlafen am Tag nicht viel und nach vielen kurzen 10 Minuten Schläfchen nach dem trinken war sie sofort wieder wach.. was sie ab 16 Uhr teilweise (oder meistens) zu einem sehr anstrengenden und quengeligen Baby machte. Täglich forderte sie uns Abends mit einem 2 Stündigen Geschrei, schlief aber meistens gegen halb 10 Uhr ein.

Hier wechselten dann (für mich schon) Traumnächte mit einer langen Schlafphase von 5 h mit anschließenden 1-2 h Schlafphasen, sowie schlechten Nächten wo sie dann alle 1,5 – 3 Stunden wach wurde ab. Da sie aber nach dem trinken immer sofort einschlief störten mich auch die „schlechten Nächte“ nicht.

Ab Woche 4 fing auch mein Großer an seine kleine Schwester öfter auf den Arm zu nehmen und sie ständig abzubusseln. Sie war zu dieser Zeit einfach nicht mehr nur ständig an meinem Busen und dies machte es wohl auch für ihn leichter. Man merkte Täglich wie seine Liebe wuchs und er konnte sich Abends, beim zu Bett gehen, nicht von ihr trennen…

 

// Woche 5

Nun werden die Rückblicke etwas kürzer da wir nur noch mit dem Tagschlaf kämpften. Sie wollte zu Hause einfach nicht schlafen und ich versuchte alles… Ich habe mich aber da bereits mit dieser Situation abgefunden und meinen Tag danach ausgerichtet die Kleine einfach ständig zu tragen 🙂 Ich schaffte es zwar immer meinem Großen etwas zu kochen, jedoch selten dann auch mit ihm etwas zu Essen. Meistens musste ich stillen oder die Kleine herumtragen aber ihm scheinte das nicht zu stören. Der Haushalt blieb einfach liegen bis eine Oma zu Besuch kam, die den Baby-Trage-Dienst übernahm.

 

// Woche 6

Es läuft… Plötzlich schläft sie wieder.. oft den ganzen Tag und ich kann sie dabei aber weg legen 🙂 Was für eine Erleichterung 🙂 Ich kann nebenbei kochen und mich dann zu meinem Sohn setzen und mit ihm essen. Danach noch mit ihm in Ruhe quatschen und ihm bei der Hausübung Gesellschaft leisten. So hab ich es mir immer vorgestellt 🙂 Natürlich kann sich das wieder ändern, neue Schübe stehen an, das Wetter schlägt um, das Baby fühlt sich nicht wohl, aber wenn es so ist werde ich es genießen 🙂

 

Wenn ich wieder kurz vorm verzweifeln war hab ich in diversen Mama- und Babyforen gelesen und Trost gesucht und überall wurde prophezeit das es nach 6-8 Wochen leichter wird und so war es auch 🙂

 

Nun habe ich auch das Gefühl alles richtig zu machen!

 

Habt ihr am Anfang auch ab und zu an euch gezweifelt oder habt ihr von Anfang an alles so geschafft wie ihr euch das vorgestellt habt?

 

Eure Lexa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*