GBMH // der Gebärmutterhals ist verkürzt, 32 SSW

Wie bereits bei meinem kurzen Blogpost am Samstag über meinen Check In im Krankenhaus versprochen, wollte ich euch noch genauer erzählen warum ich nun für ein paar Tage im Krankenhaus bleiben musste und was bei und mit mir gemacht wurde.

(Achtung: dies sind nur meine persönlichen Erfahrungen und stellen keine Richtlinien oder ärztliche Ratschläge für gleiche oder ähnliche Beschwerden oder Auffälligkeiten dar)

Ich hatte am Dienstag eine routinemäßige Mutterkindpassuntersuchung und ging mit gutem Gefühl und Freude hin. Endlich wieder die kleine Maus sehen und hören, das sie sich prächtig entwickelt. Ich war zu dieser Zeit in der 32 Schwangerschaftswoche und stand also schon kurz vor meinem gesetzlichen Mutterschutz – und da wir in Oberösterreich in dieser Woche Semesterferien hatten, hatte ich Urlaub um diese Woche mit meinem Sunnyboy verbringen zu können. Wir hatten viele Pläne und Unternehmungen vor und ich freute mich sehr auf die schöne Woche mit ihm.

Bereits bei der Sprechstundenhilfe wurde sich über mein derzeitiges Befinden erkundigt und ob ich Beschwerden oder Auffälligkeiten hätte. Ich gab an das ich einen Druck nach unten spüre, dies aber bestimmt ganz normal ist, da die Kleine ja derzeit rasant wächst. Die nette Dame notierte alles Schweigend für die Ärztin und wir warteten auf die Untersuchung.

Leider kam aber hier heraus das mein Gebärmutterhals nur noch 22 mm beträgt und ich (schon wieder) über Pilz- und Bakterien leide. Bei der letzten Untersuchung 5 Wochen vorher war er noch bei 35 mm. Dies war also doch eine schnelle Verkürzung die uns beider überrascht hat. Eine Überweisung ins Krankenhaus ist hier notwendig da bei dieser Gebärmutterhalslänge eine Lungenreife für das Baby angebracht sei, für den Fall der Fälle also quasi.

Ganz ehrlich, für mich brach eine Welt zusammen. Obwohl ich das bereits von meiner ersten Schwangerschaft vor 11 Jahren kannte – auch da musste ich wegen genau dem gleichen Problem einige Tage im Krankenhaus verbringen und ich bekam eine Kortisonspritze für die Lungen inkl. Wehenhemmer verabreicht. – mein Sohn wurde damals nach 7 Tagen über dem errechneten Geburtstermin eingeleitet und kam kein bisschen zu früh 😉 Auf Grund dieser Vorgeschichte haben wir aber den GBMH von Anfang an beobachtet.

Ich war also nicht sooo so sehr über das Baby besorgt, viel mehr war ich so traurig über die Tatsache, nun wieder einige Tage im Krankenhaus bleiben zu müssen. Ich hab mich doch so sehr über eine gemütliche und lustige Woche mit meinem Sohn gefreut. Und dann die Fragen an mich selbst: was mache ich mit ihm wenn ich im Krankenhaus bleiben muss? Mein Freund fährt ja auch noch auf Schiurlaub und kann sich nicht um ihn kümmern (der wäre dann natürlich zu Hause geblieben aber in diesem ersten Moment war das für mich keine Option)

Am Donnerstag Früh (ich brauchte zu Hause noch einen Tag um alles Organisatorische zu klären – mein Sohnemann durfte eine Nacht bei einem Freund schlafen und fuhr anschließend zu seinem Papa, merkte so also nicht mal wirklich das ich nicht da bin 🙂 ) ging es dann also ins Krankenhaus zur Gynäkologischen Ambulanz und ich wurde untersucht. Als erstes wurde ein CTG geschrieben und geschaut ob erkennbare Wehentätigkeiten vorhanden sind – nichts da.. zum Glück (bis auf ein Stechen ab und zu und den Druck nach unten spürte ich ja auch nichts). Danach ging es zur Gynäkologischen Untersuchung und auch dieser Arzt bestätigte mir das mein Gebärmutterhals nur noch 22 mm beträgt und alles unter 25 mm gehört beobachtet und das Baby muss vorbereitet werden. Die Lungenreife also…

 

LUNGENREIFE

Damals vor 11 Jahren bekam ich noch eine schmerzhafte Kortisonspritze in den Allerwertesten, nun ist die Medizin aber weiter (ich fühle mich mit meinen 32 Jahren manchmal als wäre ich schon OMA 🙂 ) und die Kortisonlösung wird über die Venen bzw den Venenzugang verabreicht. Zu dieser Lungenreife ist es aber leider notwendig (oder üblich??) die Patienten an eine Tokolyse (Wehenhemmer) zu „hängen“ da die Lungenreife 48 h benötigt um auch wirklich zu wirken und man dadurch in diesen 48 h kein Baby bekommen darf (abgesehen davon das es in der 32. Woche sowieso zu früh ist..). Also obwohl ich keine erkennbaren oder spürbaren Wehen hatte, wurden diese für 48 h gestoppt….

 

ERWEITERTE BETTRUHE

Was mir auch verschrieben wurde (alles wie damals…. ) ist eine erweiterte Bettruhe. Das heißt ich durfte nur in meinem Zimmer bis zur Toilette und der Dusche gehen, zu den Untersuchungen wurde ich gefahren. Wenn ich aber zur Toilette musste, musste ich meine tolle Handtasche mitnehmen, die lief ja eben 48 h am Stück… Duschen bzw T-Shirt wechseln ging auch nur wenn mir vorher eine Krankenschwester die Tokolyse ab- und danach wieder anhing…

 

THROMBOSE

Was wieder ein Zusatz zur Bettruhe war, war die Thrombosespritze – die gab es Täglich in meinen Oberschenkel.. dazu muss ich natürlich nichts sagen.

 

CTG – WEHENSCHREIBER

Täglich wurde ich zu den Hebammen im Erdgeschoss gefahren die ein ca 15-20 Minütiges CTG schrieben – zum Glück nie Wehen 🙂

 

Gegessen und gelesen, gefernseht und gechillt wurde also alles in meinem Krankenbett…

 

Am Samstag wurde ich von meiner Infusion abgehängt und durfte mich langsam wieder mobilisieren. Es wurde auch hier wieder ein CTG geschrieben und ich wurde wieder Gynäkologisch untersucht. Mein Gebärmutterhals hat sich weder verschlechtert noch verbessert, den dieser kann durch Schonung manchmal auch wieder länger werden. Sonntag, nach weiteren 2 x CTG schreiben durfte ich am Frühen Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen.

 

UND NUN

Nun muss ich mich die nächsten 2 Wochen schonen – ich darf keinen Sport machen, keine Intimitäten mit meinem Partner, keine Spaziergänge und nichts schweres heben oder tragen. Ich soll viel die Füße hochlagern und rasten. Nach diesen 2 Wochen habe ich eine Kontrolle bei meiner Ärztin und dann soll ich mich langsam wieder mobilisieren damit ich Kraft für die Geburt habe.

Die kleine Maus wäre also soweit vorbereitet, würde sie den Weg schon jetzt angehen wollen. Ich denke aber, am Ende gehe ich auch bei ihr wieder über den errechneten Geburtstermin und mache mir jetzt nicht allzugroße Sorgen 🙂 , da gibt es ganz andere und schlimmere Fälle.

 

So, dies war also mein Leidensweg der letzten paar Tage. Ich werde mich natürlich an die 2 Wochen halten und das Leben ruhig angehen, freue mich aber schon auf die Untersuchung in zwei Wochen wenn mir meine Ärztin sagt das nach wie vor alles OK ist.

Zum Abschluss zeig ich euch noch unsere kleine Maus da ich nach Wochen wieder einmal ein Foto von ihr bekommen habe, zufällig hat sie nämlich mal geschlafen <3

 

Eure

Lexa

 

 

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