WIR // von der Alleinerziehenden Mama mit Kind zur klassischen Familie

Im Jänner habe einen Gastbeitrag bei der lieben Pari von Hiphip Mama veröffentlicht. Da er sehr viel über mich und meine kleine Familie verrät, veröffentliche ich ihn nun auch noch hier bei mir 🙂 Viel Spaß beim lesen 🙂

 

Hallo zusammen,

#andereelternanderesitten – unter diesem Hashtag erzähle ich euch heute wie das bei uns so abläuft..

.. uns, das sind mein Sohn Sebastian (10 Jahre) und ich, Mama Alexandra (31 Jahre). Wir zwei, zumindest für eine lange lange Zeit – 8 Jahre.

Durch diese lange Zeit alleine sind mein Sohn und ich zu einem richtigen Dream-Team zusammen gewachsen. Einen tollen und höflichen Jungen habe ich da groß gezogen der mit jedem gut auskommt und schon richtig selbstständig ist.

Da ich schon immer viel gearbeitet habe und neben einem Teilzeit-Bürojob auch noch selbstständig als Tanzlehrerin arbeite war Organisation und Teamwork das A und O. Meine Tanzkurse versuchte ich so zu legen das ich diese abhielt während er sein Fußballtraining hatte, wenn ich Nachmittags einen Kurs hatte nahm ich ihn mit und er machte bei einer Hip Hop Stunde mit. Die letzten Jahre als er schon größer war blieb er Nachmittags auch einfach mal zu Hause und machte, während ich arbeitete, seine Hausübung. Unser Leben basierte auf tolles Vertrauen und Organisation – ich liebte mein Leben und war glücklich.

Aber dann vor 1,5 Jahren trat dann doch noch ein Mann in mein bzw unser Leben den ich gerne daran teilnehmen lassen wollte, ich wollte es versuchen.

Aber dann kommt der Punkt wo man sich überlegen muss wann und wie man dann Kind und Freund miteinander verbindet und verfreundet. Und ich muss euch ehrlich gestehen, ich wartete diesmal nicht lange. Bereits nach wenigen Wochen haben sich mein Freund und mein Sohn (damals noch 9 Jahre) kennen gelernt und waren sehr schnell sehr gute Freunde.

Anfangs habe ich Sebastian von meinem Freund erzählt und ihm Fotos gezeigt, danach kam er Nachmittags einfach mal zu Besuch und spielten Brettspiele. Ich fand es toll das mein Freund meinem Sohn als nur als guter Freund entgegen kam und sie wirklich sehr dick wurden 🙂 Er war ihm eine Stütze wenn er eine benötigte und ein Spielkamerad, nahm aufmerksam an seinem Leben teil und hörte ihm zu.

Ich denke, dies war der beste Weg eine gut funktionierende Beziehung aufzubauen – den nach 8 Jahren zu zweit war es auch für Sebastian eine Umstellung einen Mann an Mamas Seite zu sehen und akzeptieren.

Einen neuen Vater benötigte er nicht direkt da er mit seinem Papa guten Kontakt hat und ihn auch alle 2 Wochenenden besuchte – die übliche Regelung also 🙂

Die meisten Umstellungsprobleme hatte dann wohl trotzdem ich.. nach so vielen Jahren alleine machen und alles alleine schaffen fiel es mir, und fällt es mir noch heute manchmal schwer zu akzeptieren, das da einer ist der einem helfen will und ich ruhig öfter mal etwas abgeben könnte 🙂

Nun sitze ich vor meinem Laptop mit meinem 6.-Monat-Baby-Bauch und mein Sohn und mein Freund spielen ein Spiel und wir sind einfach zu einer Familie zusammen gewachsen. – Und das in nicht einmal 1,5 Jahren.

Hätte ich länger warten sollen? Wäre es dann noch besser geworden oder hätte Sebastian nicht so schnell vertrauen gefasst? Hätte ich warten sollen bis ich mir ganz sicher war und alles etwas länger verheimlichen sollen? Aber war ich mir nicht eigentlich nach wenigen Wochen schon sicher?!

Nun arbeite ich also immer noch gleich viel. Pendle zwischen Teilzeit-Bürojob und Tanzkurse, würde immer noch alles alleine schaffen und trotzdem genug Zeit finden mit Sebastian zu lernen, zu lesen, zu seinen Fußballspielen zu gehen oder zum 100. mal das verrückte Labyrinth spielen. Aber ich muss es nicht mehr und das gibt mir doch eine gewisse Ruhe die ich wahrscheinlich insgeheim vermisst habe.

Ich war immer stolz eine starke Single-Mama zu sein, auf die enge Bindung zu meinem Sohn, die schönen gemeinsamen Urlaube wo es nur uns zwei gab, aber ich liebe nun auch das Neue.

Das war also unser Weg… der richtige Weg für uns!

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