das Papa-Wochenende // wenn das Kind nicht mehr zu Papa will

Grüß euch 🙂

Der letzte Blogpost ist ja schon wieder ewig her – als ich noch Arbeiten ging dachte ich, im Mutterschutz werde ich so motiviert sein und jeden Tag einen Blogpost schreiben.. nix da 🙂 Ich bin teilweise so erschöpft und müde das ich gar nicht in die Gänge komme.. Meistens aber scheitert es einfach daran das ich kein Foto hätte was ich in meinem Post integrieren könnte. Diesmal gibt’s Fotos von einem Shooting das mir  meine Freundin geschenkt hat – einen Babybauch Erinnerung mit unseren 2 Kids (sie hat eine Tochter) also 🙂 Ich bemühe mich wieder 2 x Wöchentlich zu posten, versprochen 🙂 Aber nun soll es mit dem eigentlichen Post los gehen!

 

Das ich schon seit Jahren vom Vater meines Sohnes getrennt bin, darüber mache ich kein Geheimnis und stehe dazu. Wir waren Jung und haben uns sehr schnell in verschiedene Richtungen entwickelt. Mein Sunnyboy wird ja heuer 11 Jahre und wir sind seit seinem 2. Lebensjahr getrennt. Sunnyboys Papa war prinzipiell immer ein guter Vater, er holte ihn immer pünktlich alle 2 Wochen ab und brachte ihn Sonntag darauf wieder nach Hause. Dazwischen gab es leider selten Kontakt zwischen ihnen.

Auch Unterstützung bekam ich keine – wieso auch, hab mich ja auch getrennt. Und das war für mich eigentlich auch ok. Ich habe die Ferien immer irgendwie rüber gebracht und manchmal die Großeltern eingeteilt. Auch habe ich meinem Sohn finanziell alles ermöglicht was in meiner Macht stand und für mich notwendig erschien. Ich habe alle Entscheidungen (Schule, Hobbies, etc) alleine getroffen oder diese Dinge mit meiner Mama und meinen Freundinnen besprochen, war auch ok für mich, und scheinbar auch für ihn, er hat sich ja nie um was gekümmert. Natürlich ist das mit den Entscheidungen treffen leichter und besser seit ich meinen Lebenspartner getroffen habe und wir zusammenleben. Er hilft mir Entscheidungen zu treffen – wie zb. Anfang des Schuljahres, welche Schule mein Sunnyboy nach der Volksschule besuchen soll – hilft beim lernen, fährt ihn zum Fußballtraining oder holt ihn ab, oder bespricht Männerthemen mit ihm. Manchmal tut es einfach gut wenn man jemanden seine Sorgen und Bedenken erzählen kann und hat dadurch einfach schneller Klarheit.

 

Aber mein Sohn fuhr nach wie vor jedes 2. Wochenende zu seinem Papa und verbrachte 2,5 Tage mit ihm.

 

Schon lange merkte ich, dass er das macht weil es von ihm verlangt wird. Nicht aus voller Freude seinem Papa zu sehen. Aber er sagte nie etwas. Aber, naja als Mama spürt man das halt.

Nun ja, die Schule kann man oft auch nicht ein ganzes Wochenende vergessen und so musste er auch ab und zu am Papa-Wochenende lernen und zusätzlich jedes Wochenende seine Hausübung machen, das jedoch funktionierte in letzter Zeit nicht mehr so gut und die Schularbeiten waren

Sonntag Abend noch nicht vollständig erledigt. Nach einem längeren Gespräch zwischen Sunnyboy und mir kam ich der Sache auf den Grund:

 

ER MAG ES „DORT“ NICHT MACHEN weil sein Papa so schnell schimpft und sehr streng ist, und ihn scheinbar schon für kleine Fehler ermahnt. Auch scheinen sie, in der kurzen Zeit in der sie zusammen sind, öfter aneinander zu geraten und er versteht viele Regeln und Bedingungen nicht.

 

Sunnyboy und ich streiten so gut wie nie und geraten eigentlich nie aneinander – er lernt sich sehr leicht und versteht auch das er üben muss, auch wenn er sehr gut in der Schule ist. Lernen soll gelernt sein. Er hilft ohne Kommentar den Mittagstisch abzuräumen und ich muss ihn nicht zum Tischabwischen zwingen. 

 

Nun könnte man sagen, ist ja ok so – anderes Haus, andere Sitten. Aber für ihn scheint dies ein Problem darzustellen und iich finde es schon schwierig wenn man sein Kind nur in 2 von 14 Tagen erziehen will und sich die anderen 12 Tagen nicht mal telefonisch meldet oder sich über Schule, Hobbies usw. erkundigt. Daher fühlt er sich dort einfach meistens unverstanden, nicht zu Hause einfach.

 

Das Kinder nicht bis zu ihrem 18. Geburtstag zum Papa-Wochenende fahren ist klar – das es aber mit 10 Jahren schon anfängt überrascht mich. Was tun also? Sein Kind weiterhin „zwingen“ von Freitag 14 Uhr bis Sonntag 18 Uhr dorthin zu fahren mit der Gewissheit er wäre lieber daheim? Oder mit dem Papa eine Lösung finden? Oder den Papa vor vollendete Tatsachen stellen?

 

ICH LIEBE MEINEN SOHN – klar, macht ja jede Mama 🙂 Er ist ein furchtbar angenehmes Kind <3 Schreit nicht, flucht nicht, lernt brav, erledigt seine Arbeiten zu Hause, ist lustig und freundlich und natürlich hätte ich ihn gerne immer bei mir zu Hause. Aber ich finde auch,  es ist wichtig das der Kontakt zu seinem Papa bestehen bleibt.

Also, was tun? Diese Frage habe ich dann erstmal für mich alleine beantwortet – natürlich danach mit meinem Mann besprochen der meinen Standpunkt versteht und mich bestärkt.

 

Was würdet ihr tun? Das Kind noch etwas „zwingen“ und ihn dorthin schicken? Dies Vater und Sohn alleine Regeln lassen, und wenn er nicht bereit ist das selbst mit seinem Papa zu klären, mich nicht einzumischen? Oder die Wünsche und Bedürfnisse meines Sohnes zu respektieren und die Kämpfe für ihn auszutragen – das was wir Mamas ja eigentlich immer machen 🙂

 

Ich habe mich also für Variante „Kampf“ entschieden und Sunnyboys Papa für ein Gespräch eingeladen, in dem ich ihm all das erklären werde, was mein bzw unser – doch sehr – sensibles Kind nun mal nicht kann. Ich werde unser Sohn nicht zwingen, wenn ich weiß, er würde gerne zu Hause bleiben. Zu Hause wo sich seine Freunde am Wochenende am Spielplatz treffen, zu Hause wo er die Möglichkeit hat sich auch mal zurück zu ziehen und mit Kopfhörer am Bett zu chillen, zu Hause wo er sich einfach wohl fühlt.

 

Nun wird es wohl so sein das er weiterhin jedes 2. Wochenende zu seinem Papa fährt, dort aber nur noch eine Nacht bleibt – ob es der Freitag oder der Samstag ist können sie sich ja immer selbst aus machen. Sie können sich Mitte der Woche zusammen rufen oder einfach per Whats App kommunizieren, können trotzdem Pläne und Unternehmungen schmieden und Sunnyboy kann seine Hausübung vorher oder nachher zu Hause erledigen und sich trotzdem noch mit Freunden treffen oder die Zeit daheim genießen. Den eines ist klar – die Zeit für die Schule wird in den nächsten Jahren nicht weniger. Mit Schule (ab Herbst Gymnasium), Fußballverein und ab und an nen Freund treffen bleibt unter der Woche oft nicht mehr viel Zeit zum durchatmen.

 

Ich denke diese Regelung ist das Beste für alle, zumindest für die nächsten Jahre und wer weiß wie es in 3 Jahren aussieht – als Teenager wird es vielleicht irgendwann gar keine Übernachtung mehr sondern nur noch ein (hoffentlich) gemütlicher Nachmittag.

 

Wie würdet ihr reagieren wenn euer Kind nicht mehr so viel zu Papa will? Würdet ihr anders reagieren?

 

Würde mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren freuen!

 

Alles Liebe

eure Lexa

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